14.08.16

Wandern: Ich mach das jetzt einfach! - Teil 1


Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Ausatmen. Atmen. Schnaufen. Ich stütze mich auf meine Wanderstöcke. Beuge mich vor und lege meine Stirn auf die Hände. Warum mache ich das nochmal?, frage ich mich, während mir der Schweiß den Rücken runterrinnt. Alles tut weh. Die Blasen an den Füßen. Die Schienbeine. Die Schultern und die Hüfte. Ich stehe auf einem Waldweg. Langsam richte ich mich wieder auf und versuche den Rucksack auf meinem Rücken  auszubalancieren. Mein Hund Poldi betrachtet mich aufmerksam. Es scheint als würde er denken "Jetzt stell dich doch nicht so an Frauchen! Lass uns weitergehen!" Also dann, nochmal tief Luft holen und weiterwandern. 
Drei Tage Rheinsteig liegen hinter mir. Von Rüdesheim bis Wiesbaden-Biebrich. Traumhaft schön, anstrengend und alles zugleich. 

02.07.16

Lifestyle: Das Leben bunt organisieren


Unser Leben ist voll mit Terminen. Da verliert man schnell mal den Überblick. Ein Kalender ist für viele die erste Wahl, wenn es ums Organisieren geht, damit man auch ja nichts vergisst. Ich trage schon seit vielen Jahren alles rund um Arbeiten, Uni, Dates und Aufgaben in meine Kalender ein. Jetzt habe ich ein neues Schmuckstück: Meinen ersten Filofax.

17.06.16

Lautgedacht: Was, wenn alles gut geht?

Wir malen Luftschlösser in den Himmel, setzen uns Ziele, erträumen den ganz großen Erfolg. Gehen dabei hin und wieder über Stock und Stein, denken daran aufzugeben, fallen und stehen wieder auf. Dann wagen wir es. Stürmen mit dem Kopf durch die Wand. Machen den mutigen Schritt ins Ungewisse. Und was dann? Was, wenn alles gut geht?  

13.06.16

Lautgedacht: Manchmal....


Manchmal bin ich einfach traurig. Einfach so. Dann starre ich aus dem Fenster und hänge meinen Gedanken nach. Es scheint eine Art jugendlicher Melancholie zu sein. Dabei bin ich dem Teenie-Alter längst entwachsen. Vielleicht ist es eine Krankheit meiner Generation. Einer Generation der Traumtänzer, die getrieben ist von der Suche nach dem eigenen Glück und der Flucht vor den Zukunftsängsten. 

02.12.15

Lautgedacht: Was wirklich zählt

Beim Zugfahren kann man immer wieder die verschiedensten Gespräche belauschen. Heute Morgen waren es zwei ältere Damen, die sich über den neuen EDEKA Werbespot "heimkommen" unterhielten und von ihren eigenen Kindern erzählten, die immer Wichtigeres zu tun haben. In ihren Worten hörte ich Verständnis, doch in ihren Stimmen vor allem Traurigkeit. 

15.11.15

Lautgedacht: Ich suche nach Verstand


Ich suche nach Verstand, in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist. 
Ihr Gerüst war einfach zu schwach für diese Wucht aus Angst und Hass. 
Plötzlich war kein Platz mehr für Menschlichkeit. 

So viele scheinen blind vor Wut und Angst. 
Statt Herz und Verstand finden sich Parole und Hass. 
Lieber Auge um Auge, Zahn um Zahn. 

Bejubelt werden Bomben in anderen Ländern. 
In der eigenen Wut, scheinen Unschuldige unwichtig zu werden. 
Zumindest die Unschuldigen der "Anderen". From Paris with Love. 

Wir sprechen von Solidarität und meinen damit nur uns selbst. 
Wollen uns verkriechen hinter Zäunen und Stacheldraht. 
Zutritt verboten. Jeder ist sich selbst am nächsten.  

Unsere Willkommenskultur ist gezeichnet von Flammen und Hetze. 
Wir denken in Farben, Religionen, Ethnien und Kulturen. 
Lassen zu, dass aus Unsicherheit Angst und schließlich Hass wird. 

Kaum haben wir einen Bruchteil des Terrors gespürt, den andere täglich erleiden, 
verlieren wir die Fassung, verfallen dem Ohnmachtsgefühl, dem Wahnsinn. 
Wir könnten Zusammenrücken, doch wollen wir die Sicherheit für uns allein. 

So sitzen wir gemütlich Zuhause, während die Welt in Flammen steht.
Machen aus Islam Islamisten und aus Flüchtlingen Attentätern. 
Vergessen dabei unser Glück, dieses Spiel des Schicksals, in "unserer" Welt geboren worden zu sein.